Transitorische endokrine und Stoffwechselstörungen, die für den Fetus und das Neugeborene spezifisch sind
Metabolische Spätazidose beim Neugeborenen
icd-10 Code: P74.0
Beschreibung: Sonstige transitorische Störungen des Elektrolythaushaltes und des Stoffwechsels beim Neugeborenen
Metabolische Spätazidose beim Neugeborenen
Das Blut muss einen bestimmten Säure-Gehalt haben, damit der Körper arbeiten kann. Der Säure-Gehalt wird durch viele Abläufe beeinflusst. Unter anderem steuern die Nieren den Säure-Gehalt in unserem Körper. Beispielsweise können die Nieren überschüssige Säuren in den Urin abgeben, wenn der Säure-Gehalt im Blut zu hoch ist. Die Nieren können auch Stoffe in das Blut abgeben, wenn der Säure-Gehalt im Blut zu niedrig ist.
Für einen zu hohen Säure-Gehalt im kindlichen Blut kann es verschiedene Gründe geben. Bei Frühgeborenen arbeiten die Nieren zum Beispiel noch eingeschränkt. Dann können die Nieren Säuren mitunter nicht ausreichend in den Urin abgeben. Wenn dann beispielsweise vermehrt Säuren im Körper anfallen, kann der Säure-Gehalt im Blut zu hoch sein. Säuren können bei Frühgeborenen zum Beispiel dann vermehrt anfallen, wenn sie mit Milchersatz-Nahrung gefüttert werden.